LETSHUOER Mystic 8 Reviews

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rinderkappajoe
Stammgast
#1 erstellt: 24. Feb 2025, 11:08
BILDER FOLGEN SOBALD ICH DIE MUSE GEFUNDEN HABE DIESE HIER UMSTÄNDLICH EINZUFÜGEN
(wer mag kann sich das review aber auch jetzt schon mit Bildern auf englisch anschauen Head-Fi Review)

Hallo zusammen,

heute möchte ich meine Eindrücke von Letshuoers neuester Veröffentlichung, dem Mystic 8, mit euch teilen.

Zunächst einmal vielen Dank @Jon_let und natürlich Letshuoer dafür, dass ihr das möglich gemacht und unserer kleinen Gruppe von Audio-Enthusiasten hier in Deutschland ein Demogerät geliehen habt!

Wie üblich beginne ich meine Rezension mit dem Hinweis, dass ich kein professioneller Reviewer bin (lasst euch nicht von den Bildern täuschen :-P)

Ich bin ein Audio-Enthusiast wie die meisten von uns hier und mache das nur zum Spaß und irgendwie, weil „ich muss“, um ein so teures Set hören zu können :-D

Eindrücke zu teilen ist etwas, das ich sehr mag, aber das Schreiben von Aufsatz-artigen Rezensionen nicht so sehr, also werde ich es einfach halten.

Nicht-Ton-Eigenschaften:

- Tolles Auspackerlebnis, mir gefällt die stilvolle Präsentation
- Der mitgelieferte Metallpuck ist der beste, den ich bisher gesehen habe, ohne das nervige Schraubgeräusch der normalen. Das ist wahrscheinlich der erste, welchen ich tatsächlich verwenden würde
- Ich mag das dünne Stockkabel, es ist mal was anderes und man merkt es beim Tragen überhaupt nicht. Es verheddert allerdings leider sehr schnell.
- Gute Auswahl an Ohrstöpseln.
- Sie haben ein Geschenk in Form einer Halskette und eines Rings beigelegt, was eine interessante Entscheidung ist. Die Halskette sieht irgendwie aus wie ein dünnes geflochtenes IEM-Kabel und ist eigentlich ganz nett. Der Ring ist im Phantomkatzen-Thema gehalten und sieht auch nicht zu billig oder schlecht aus... ich würde ihn aber trotzdem nicht tragen.

Das Design des IEM selbst ist sehr einzigartig und interessant, zuerst war ich nicht der größte Fan, aber in persona gefällt es mir recht gut.

Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig und der IEM fühlt sich sehr robust und wie ein sehr hochwertiges Produkt an.

Er ist schwer genug, um sich solide anzufühlen, aber leicht genug, um überhaupt nicht zu stören.

Die Form der Shell ähnelt der des Cadenza 12 und ist daher eine der besten, die ich bisher in diesem Hobby gesehen habe.
Passform und Tragekomfort sind fantastisch, ich könnte diesen IEM den ganzen Tag tragen, er sitzt so bequem und bewegt sich kein bisschen.

Klangeigenschaften


Ich began meine erste Hörsession mit einer meiner Lieblingsbands, wenn nicht sogar meine Lieblingsband, Lake Street Dive, und war sofort begeistert, wie gut der M8 klingt.

Meine mentalen Notizen waren:

- wow, unglaubliche Klarheit, ich liebe die Art, wie Instrumente präsentiert werden.
- sehr offener Klang, alles hat Raum zum Atmen
- sehr lebendig, sogar bei geringer Lautstärke, was großartig ist, wenn man seine Ohren nicht überfordern will wenn es schon spät in der Nacht ist. Einige IEMs neigen dazu, bei geringer Lautstärke dumpf und langweilig zu klingen, aber nicht M8.
- weibliche Stimmen sind ein absolutes Highlight.
- Höhen sind schön ausgedehnt, aber nie störend oder ermüdend. Ich denke, das ist nicht leicht zu erreichen, und ich genieße diese Höhendarstellung sehr, vielleicht sogar mehr als bei meinem Cadenza 12. Dies ist wahrscheinlich eine meiner liebsten Darstellungen der oberen Mitten und Höhen aller IEMs, die ich bisher gehört habe. Pfff...wer braucht schon ESTs
- Die Schichtung ist ziemlich gleichauf mit Cadenza 12, ich kann hier keinen wirklichen Unterschied hören.
- Das Imgaging könnte bei M8 sogar noch besser sein. Alles klingt etwas knackiger, besonders in den oberen Mitten und im Präsenzbereich, wo C12 weicher ist.
Je nachdem, was ich höre, ziehe ich dies auch C12 vor. Lake Street Dive klingt mit M8 so knackig und bissig...Wenn ich das Geld hätte, würde ich M8 nur kaufen, um meine Lieblingsbands zu hören, die Abstimmung funktioniert hier wirklich sehr gut.

Nach dem ersten Ohrenschmaus wechselte ich zu anderen Genres und konnte einige Nachteile einer so spezialisierten, auf Klarheit fokussierten Abstimmung feststellen.

- Der Mittelbass ist ziemlich ausgehöhlt, Bassgitarren klingen nicht voll (aber auch nicht schlecht). Ich habe am Ende Final Audio Type E-Aufsätze verwendet, die im Vergleich zu TRI Clarion, welche ich vorher verwendet hatte, etwas geholfen haben.
- Jon von Letshuoer hat empfohlen, M8 an einem Röhrenverstärker zu verwenden, aber leider hatte ich nichts mit Röhren da, kann mir aber vorstellen, dass es eine fantastische Kombination wäre.
- Natürlich gibt es kein weltbewegendes Grollen. Der BA-Bass setzt sehr schnell ein und ist genauso schnell wieder weg, wie er kommt.
- Es sollte klar sein, dass dies kein Basshead-Set ist, ich würde es nicht für basslastige Musik auswählen ... trotzdem klingt es nicht schlecht oder anämisch und ich mag die Präsentation und Textur und Schnelligkeit des Basses wirklich.
Das funktioniert nur, weil der Mittel- und Hochtonbereich so außergewöhnlich gut abgestimmt sind.
Bei einigen Abstimmungen BRAUCHT man viel Bass, um den nervenden oberen Mitten und Hochtönen entgegenzuwirken, bei M8 ist das nicht der Fall und ich kann andere Genres auch mit weniger Bass genießen, als ich es gewohnt bin.
- Bei einigen Aufnahmen kann M8 dünn klingen, aber es ist definitiv kein dünn klingender per se, tatsächlich hat er recht gutes "noteweight"
- Männerstimmen klingen keineswegs schlecht, aber auch nicht ganz vollständig. Wenn man nur das Stock tuning hört, ist das nicht so offensichtlich, aber wenn man anfängt, mit dem EQ herumzuspielen und die unteren Mitten auszufüllen, kann man den Unterschied hören und dass einige Männerstimmen nicht in ihrem vollen Umfang wiedergegeben werden. (Beispiel Fairfield Four - These bones)

Das bringt mich zu EQ:

Ich habe Mark Ryans Rezension gesehen und er hat +3d @80Hz Q-Wert 0,6 vorgeschlagen, was mir einen Ausgangspunkt zum Ausprobieren gab, aber nur nach Gehör habe ich weiter mit meinem Q5K herumgespielt und bin bei den folgenden Einstellungen gelandet
+4db @100Hz Q 0,4, was ungefähr so ​​aussieht:

Als ich diese Abstimmung mit Cadenza12 verglich, musste ich lachen, da sie im unteren Bereich fast 100 % übereinstimmt. Ich glaube, ich mag einfach dieses Bass-shelf

Mit diesem EQ haben Bassgitarren mehr Substanz und männliche Stimmen klingen voller.
Die Klarheit ist immer noch auf einem sehr hohen Niveau, aber M8 verliert auch etwas von seiner Magie, aber das ist ein guter Kompromiss, wenn man ihn auch als Allrounder verwenden möchten.

Fazit:

Ich habe meine Zeit mit M8 sehr genossen und denke dass es ein fantastischer IEM ist, wenn man weiß wofür man ihn kauft.

Natürlich ist M8 kein Basshead-Set und auch kein klassicher Allrounder.

Es ist eine spezielle Abstimmung für maximale Klarheit in den Mitten.

Eine solche Abstimmung hat für einige Genres Nachteile, aber wenn man EQ verwendet ist dies so einfach zu beheben, und dann hat man einen Allrounder-IEM, der mit Cadenza 12 für den halben Preis mithalten kann.
Natürlich ist M8 kein Budget-Set und ich wünschte, er wäre billiger, aber man bekommt, wofür man bezahlt. Es ist einer der am besten klingenden IEMs, die ich bis jetzt gehört habe, und die Verarbeitungsqualität ist auf höchstem Niveau.

Ein großes Lob an LETSHUOER für diese Veröffentlichung!

Ihr Tuner hat mir wieder einmal bewiesen, dass er einer der Besten in der Branche ist.

Ich freu mich schon einige der Jungs dieses Jahr bei der High-End in München zu treffen und hoffe, dass ich dann auch "Serenade" probehören kann welcher als Nachfolger zum EJ07 gilt.


[Beitrag von rinderkappajoe am 24. Feb 2025, 17:53 bearbeitet]
rinderkappajoe
Stammgast
#2 erstellt: 26. Feb 2025, 17:01
Leider kann ich den ersten Beitrag nich mehr editieren und Fotos hinzufügen, deshalb kommen die jetzt alle auf einen Haufen. Schade.

Habe versucht die Bilder über IMG zu posten aber dann sagt die Krücke von Forum "ungültige URL"

Immerhin kann man bei dem Hoster bis zu 10 Bilder auf einmal hochladen, das macht es etwas einfacher

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[Beitrag von rinderkappajoe am 26. Feb 2025, 17:13 bearbeitet]
n00kie
Stammgast
#3 erstellt: 06. Mrz 2025, 20:26
LETSHUOER Mystic 8 Review

Vorwort:

Den Mystic 8 kann wohl als Vorstufe zum Flaggschiff Cadenza 12 bezeichnet werden, da er tonal ähnlich neutral abgestimmt ist. Untenrum werkelt allerdings kein dynamischer Treiber, sondern Balanced Armatures, die für ihre präzise Trockenheit bekannt sind. Dies hat mich wieder dazu verleitet bei der Rundreise mitzumachen, da ich mir schon aufgrund der Frequenzmessungen vorgenommen hatte den M8 per PEQ basstechnisch auf die Sprünge zu helfen. Die Klangeindrücke beziehen sich also vordergründig auf eine für mich maßgeschneiderte Klangkorrektur 😉


Unboxing

Der obligatorische Pappschieber lässt sich leicht abziehen. Danach bekommt man ein schickes Aufklappsystem zur schwarzen schlicht designten Pappschachtel. Hier ist der Einsatz von relativ viel Schaumstoff sicher Geschmackssache. Wohl eher ein Graus für den umweltbewussten Konsumenten. Der neutrale Typ freut sich allerdings über die schicke und übersichtliche Aufmachung der IEMs, der Aufbewahrungsdose und des Zubehörs in der weiteren Pappschachtel.

Design und Haptik

Die IEMs haben ein schickes – für mein Empfinden – elegantes Design, da gänzlich auf glitzernde Farbeffekte verzichtet wird. Eine schwarz-weiß Kombination weiß in der Regal überall im Alltag zu gefallen. Die Besonderheit bei der M8 Faceplate ist die geschwungene Verzierung on Top. Das habe ich so noch nicht gesehen. Zusätzliches Gewicht muss man dadurch nicht befürchten. Die Gehäuse sind super leicht!

Tragekomfort inkl. Kabel

Die IEMs sind relativ kompakt und super bequem zu Tragen. Zusammen mit dem dünnen, schwarzen Kabel (optisch passend) kann man im Sommer sehr gut und dezent draußen herumlaufen, indem man das Kabel unterm T-Shirt trägt. Dickere Kabel für den Heimgebrauch und dünne, nicht störrische Kabel für den Mobilgebrauch ergänzen sich meiner Meinung nach sehr gut.

Sound

Out of the box ist der Klang gemeinhin als neutral und klar zu bezeichnen mit Betonung auf die oberen Mitten und definierten Höhen.

Der schlanke, kontrollierte Bass wird sicher die Meinungen spalten. Bass Liebhaber werden ohnehin ein Bogen um den M8 machen. Soviel sei gesagt. Aus den vergangenen Rundreisen würde ich ihn von der Bassmenge mit dem Penon Vortex vergleichen. Da ich gerne Rock & Metal höre, fehlt mir einfach der Punch im Midbass Bereich. Als EQ Filter habe ich lediglich +4 Db @ 100 Hz mit Q-Faktor 0,4 eingestellt. Et voila er klingt wunderbar ausgewogen und musikalisch! Mehr braucht es für mich nicht. Besten Dank Herr Organisator für den tollen EQ Hinweis!

Die Midrange ist wie gesagt schön betont, um vor allem Frauengesang hervorzuheben. Die unteren Mitten sind straight und clean. Letshuorer’s House Sound ist allgemein Harman-like energetisch zwischen 1-3 khz. Sicher nicht jedermanns Sache, weil man somit nicht besonders hohe Pegel fahren kann. Das sollte man aber sowieso nicht bei IEMs auch wenn die Versuchung öfters groß ist 😉

Die Höhen sind wie beim V16 frei von Sibilanten und BA Timbre. Letzteres kann man gut anhand von hochaufgelösten Schlagzeugbecken heraushören. Schlecht abgestimmte (oder minderwertige BA Treiber) neigen nämlich dazu das Schlagzeugbecken verschmiert klingen zu lassen.

Fazit

Der Mystic 8 von LetShuoer ist ein sehr schicker und ausgezeichnet klingender IEM. Man sollte allerdings gewillt sein ihm per EQ ein Bassfundament einzuverleiben. Manche scheuen sich prinzipiell Klangkorrekturen vorzunehmen. Sollte dies der Fall sein und die Vorliebe für satte Bässe vorherrschen, ist der M8 allerdings die falsche Wahl. Unabhängig davon kann man sich den M8 auf jeden Fall anhören, weil die Midrange und Höhen wie gesagt sehr gut abgestimmt sind. Gepaart mit dem tollen Design und dem hohen Tragekomfort hat LetShuoer wieder ein tolles Produkt auf den Markt gebracht. Ich hoffe ich werde noch mal den Cadenza 12 testen können.

Vielen Dank Rinderkappajoe fürs Organisieren dieser Rundreise! Mit LetShuoer hast du in der Tat ein töfftes Steckenpferd in der stetig wachsenden IEM Welt 😎


[Beitrag von n00kie am 06. Mrz 2025, 22:43 bearbeitet]
Allgemeiner68er
Inventar
#4 erstellt: 29. Mrz 2025, 13:24
Moin, Moin Freunde des guten Klanges.

Vorwort
Kommen wir heute zum M8 von LetShuoer. Der Laden gefällt mir immer besser. Für mich sind die Kapitel Thieaudio und Penon vorläufig abgeschlossen! Da ich ich die (für mich) besten IEM beider Hersteller (V16 und Voltage) mein Eigen nennen darf, wende ich mich nun anderen Herstellern zu. Andere Mütter haben ja bekanntlich auch schöne Töchter!

Passform
Die Passform des M8 ist genau wie die des V16, nur viel kleiner. Der Winkel der Nozzle ist sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich zum V16. Und der sitzt bei mir wie ein Custom. Also alles im grünen Bereich. Grüner geht's eigentlich kaum, denn nach einigen Minuten vergißt man den M8 im Ohr. So könnte es eigentlich weitergehen, tut's aber nicht. Denn das Kabel des M8 ist im Vergleich zum Sitz ein Witz!
Was haben die sich denn dabei gedacht. Für ein besseres Kabel hätte man den ganzen Firlefanz der Verpackung samt Inhalt weglassen können, wie Markus (glaub ich) hier schon treffend bemerkte!

Klang
Der M8 hat eine Klangsignatur, die man getrost als neutral (relativ) bezeichnen kann! Aber man kann ihn aber auch noch als was anderes bezeichnen. Nämlich als Stimmwunder! Ich hab noch keinen anderen IEM gehört, der Stimmen (vor allem Frauenstimmen) so sauber darstellt, wie der M8! Großartig. Im gesamten Frequenzgang des M8 gibt es für mich zwei Knackpunkte, die meinem persönlichem Geschmack nicht treffen. Das eine ist die Air-Abteilung, die hier aber sehr moderat ausfällt aber dennoch meiner Meinung nach völlig überflüssig ist. Wenn ich eh schon einen neutralen IEM konstruiere, muß ich nicht auch noch die obersten Höhen anheben. Aber das ist nur meine Meinung.
Das zweite ist der Bass. Und hier ist es im Vergleich zu den obersten Höhen zuwenig. Nun wollte ich allerdings nicht gleich die komplette Signatur des Hörers auf den Kopf stellen, bzw. die komplette Balance verändern und hab deshalb nur mit einem ganz normalen 10-Band EQ nachgeholfen. Bei 64Hz nur 2db hat mir schon gereicht um dem sehr schlanken (fast schon dünnen) BA-Bass etwas Knackigkeit zu verpassen. Im Graph sieht das ganze dann so aus:



Damit und mit Comply's hab ich dann das ganze Wochenende gehört. Warum Comply's? Ganz einfach. Der M8 hat noch einen kleinen Nachteil. Er ist nicht so ganz frei von Mikrofonie und Druckkammereffekt, wie die anderen IEM, die ich habe. Schon beim einsetzen merke ich, daß der Hörer länger braucht, bis sich der Druck richtig ausgeglichen hat. Außerdem werden durch die Comply's auch die Höhen etwas gedämpft. Kommt mir sehr entgegen.
So ging es wie gesagt das ganze Wochenende quer durch meine Musiksammlung. Traumhaft diese Mitten. Erinnert mich an meinen V16, nur ohne den Bass des V16.

Fazit
Wunderbar sauber klingender IEM, der mit etwas mehr Mut zum Bass auch völlig ohne EQ auskommen könnte. Jedenfalls bei mir. Die moderate Air-Abteilung wäre nicht nötig gewesen, ist aber auch (vor allem mit Comply's) nicht wirklich störend. Würde ich ihn kaufen...? NEIN.
Der für mich leider zu dünne Bass macht es mir unmöglich ihn komplett ohne EQ zu hören. Auch wenn die Mitten und Höhen noch so traumhaft schön klingen. Dazu würde ich dem Hersteller empfehlen, diesem fantastischem IEM ein angemessenes Kabel zu spendieren. Denn das beigelegte ist eines Mystic 8 unwürdig.
Wer auf der Suche nach einem "neutralen" IEM mit traumhaften Mitten und Höhen ist, wird hier definitiv fündig!
Fotoingo
Stammgast
#5 erstellt: 24. Apr 2025, 07:59
Review Mystic 8.

Tja, was sagt man dazu? Endlich ein Hersteller, der sich was traut. Letshuor hat nämlich einen Hörer auf den Markt gebracht, der ein Statement ist. Aber dazu später.

Erstmal zur Qualität, die perfekt ist. Das ist allerdings bei fast allen neuen Hörern auf dem Markt so, die ich testen konnte. Na, jedenfalls hier schonmal sehr gut.

Der Mystic ist kein kleiner Hörer mit den ganzen Treibern, sitzt bei mir aber gut und entspannt im Ohr. Er ist sehr ergonomisch geformt.

Das Kabel ist ziemlich dünn, aber flexibel und sicher wertiger, als es auf den ersten Blick wirkt. Der dünne Durchmesser macht das Kabel für Unterwegs sicher angenehmer zu tragen als ein mehrfach geflochtenes und Stoffummanteltes Kabel.

Das Design gefällt mir sehr gut, ist aber natürlich wie immer Geschmacksache.




Nun aber zum Klang, und hier ist der Mystic eben speziell und ein Statement.

Er erinnert mich prinzipiell an den Gaudio Nair, bei beiden stehen die erweiterten Höhen und die hochauflösenden Mitten, die auch leicht betont sind, klar im Vordergrund.
Wenn man sich darauf einlässt und Stimmen einem wichtig sind, dann ist der Mystic ein traumhafter Hörer, der nicht seziert am die Details auf einem sehr hohen Niveau wiedergibt, höher als der Nair.

Stellt sehr schön akustische Gitarren dar, mit dem nötigen Volumen und auch sehr detailliert , zum Beispiel bei Keith dont go.

Auf der anderen Seite klingt der Mystic 8 kühler als der Nair, er ist eben konsequenter auf Neutralität getrimmt.
Ich würde deshalb gerne einen Röhrenverstärker mit ihm probieren, das könnte klanglich schon ein besonderes Team sein. Müsste eigentlich sehr gut passen.

Er seziert eigentlich nicht, trennt die einzelnen Instrumente aber so deutlich, daß man mit Leichtigkeit alles hören kann

Die Bässe sind allerdings zurückhaltender als die des Nair. Der Fokus des Mystic liegt nunmal deutlich auf den klaren und räumlichen Mitten und den erweiterten Höhen, und hier liefert er auch ab.

Gegebenenfalls müsste ein Equalizer hier noch etwas nachhelfen,
Der Hörer ist aber ein Statement für tolle Höhen und Mitten. Und die stellt er mit einer guten Räumlichkeit und Präsenz dar, ebenso mit einer sehr hohen Instrumentenseperation.
liesbeth
Inventar
#6 erstellt: 27. Apr 2025, 19:57
Der Mystic 8 war auch bei mir zu Besuch und hat sich im großen und ganzen ganz gut benommen.

Mitgebracht hatte er zunächst seltsam wirkende Mitbringsel.
Die Aufbewahrungsbox hat etwas von einer Blechdosecrmedose mit Gummi Deckel. Das schaut erstmal komisch aus, ist aber echt ziemlich durchdacht, schützt es die IEMs doch sehr effektiv vor Stößen, Feuchtigkeit und eigentlich allem, was ihnen gefährlich werden könnte
Der Ring und das Kettchen ist dann allerdings auf den ersten und auch alle weiteren Blicke völlig bescheuert. Das nutzt hoffentlich niemand und macht nicht die Runde.

Der IEM selbst lässt mich etwas wortlos zurück. Die Abstimmung ist sehr neutral, er wird vielen vermutlich zu wenig Bass haben., mir gefällt die Abstimmung aber ganz gut. Tonal und technisch würde ich ihm durch die Bank die Schulnote "gut" geben. Er ist irgendwie in unauffälliger Weise in allem gut aber in keiner Kategorie herausragend.

Die Bühne war für mich sehr seltsam, baute sie sich bei mir eher von oben nach unten und nicht von links nach rechts auf. Das habe ich so aber nirgendwo sonst gelesen, so gehe ich davon aus, dass da meine Ohren und IEM nicht so richtig zusammenpassten.
baalmeph
Inventar
#7 erstellt: 28. Apr 2025, 10:57
Bin hier auch noch ein par Worte schuldig. Meine Notizen sind mir leider abhanden gekommen.
In der Erinnerung ist mir aber folgendes präsent geblieben.

Optik/Haptik
Die Faceplate ist nicht mein Fall. Plastisch aber unruhig.
Die Verarbeitung des Gehäuses hingegen eiwandfrei.
Das Kabel fand ich persönlich wiederum sehr ansprechend. Endlich mal keine dicke störrische Strippe an einem In-Ear.

Vom Komfort hatte ich keinerlei Probleme. Er saß gleich gut ohne zu drücken und Seal war auch da.

Kommen wir zum Klang
Wie die meisten schon geschrieben haben, vom FQ eigentlich sehr neutral. Unauffällig angenehm.
Die Seperation und Bühne haben mit aber nicht gefallen.
Separiert irgendwie unnatürlich mit Raum zwischen den Instrumenten. Bühne im Halbkreis, leicht nach oben vor mir.
Das ist alles nicht schlecht, wirkt aber irgendwie zu gewollt.
Da hat man sich wohl mit den Schallkanälen und Frequenzweichen ordentlich ausgetobt.

Fazit
Im Grunde ein wirklich gutes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Persönlich empfinde ich ihn aber als zu unnatürlich.
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